Autokauf Neuseeland
Tipps zum Autokauf in Neuseeland
Wenn man nach Neuseeland reist macht sich sicherlich jeder Gedanken wie man sich am Besten fortbewegt, da Neuseeland bekanntermaßen nicht das Land ist um monatelang an einem Ort zu bleiben. Um schließlich mobil zu sein gibt es folgende sinnvolle Möglichkeiten:
Bus: Dazu gibt es viele Gleichgesinnte, aber natürlich bist du nicht sehr flexibel im Punkt Fahrplan und auch alle Wunschziele kannst du nicht erreichen.
Auto mieten: Du musst dich um nichts kümmern, da das Auto meistens komplett ausgestattet und versichert ist und auch bei einer Panne günstig abgeschleppt wird, aber du kannst dir erst ab 21 Jahren ein Auto mieten und längerfristig ist es preislich sehr teuer.
Und schließlich Auto kaufen: Das ist die Art für die ich und ein Freund von mir uns entschieden haben und von der dieser Text auch handelt. Grundsätzlich ist es ab 2-monatiger Nutzung günstiger ein Auto zu kaufen als zu mieten und wenn du auch etwas vom Land sehen willst, ist es die wahrscheinlich beste Option. Zum Autokauf bieten sich die Möglichkeiten über Autohändler, über neuseeländische Zeitungen (am Besten in der Mittwochausgabe des NZ Herald, im Trade & Exchange und im Auto Trader Magazine) über Foren im Internet oder über Automärkte (so genannte „car fairs“, wo du das Auto wie bei einem Markt kaufen und verkaufen kannst) an. Der beste Automarkt ist der in Manukau City in Süd-Auckland jeden Sonntagvormittag, aber auch der am orientalischen Markt Samstags ist gut.
Beim Kauf über einen Autohändler sollte man zumindest nach der Backpacker-Hochsaison (die ist von Oktober bis Februar) darauf achten, dass man eine vorher festgelegte Rückkaufoption des Händlers hat, da das Auto sonst nicht mehr leicht verkauft werden kann. So kauft der Händler das Auto für ca. 50% des Anfangspreises nach z.B. einem Jahr zurück. Das ist vielleicht nicht der beste Deal, aber dafür hat man keine Probleme mit dem Verkauf und es ist auch eine kleine Garantie, dass man keinen so genannten „lemon“ (Schrottkiste) kauft, da auch der Händler sein Auto wieder heil zurück haben will und seinen guten Ruf nicht verlieren will. Einen solchen „lemon“ zu kaufen ist natürlich auch das Risiko beim Autokauf, da man auch keine Hilfe beim Abschleppen und reparieren bekommt, obwohl diese öfter gebraucht werden wird, als einem lieb ist, da Neuseelands Straßen doch sehr grob und öfters nur aus Schotter sind. Dabei sollte im Vorhinein schon genügend Geld eingerechnet werden um das Auto zu pflegen. Dazu könnte man sich für eine Mitgliedschaft beim AA, das ist das Pendant zum österreichischen ÖAMTC und zum deutschen ADAC oder/und für eine Versicherung entscheiden. In Neuseeland ist die Haftpflichtversicherung nicht Pflicht, aber durchaus empfehlenswert, da es extra auf „Backpacker“ abgestimmte Versicherungen gibt. Dazu kann auch eine Diebstahl- und Brand- oder eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden (Teilkaskoversicherung ist nicht möglich), aber diese rentieren sich eigentlich nicht wenn man ein 4000$ (ca. 2000€)-Auto kauft, obwohl man sich trotzdem immer, vor allem auf der Nordinsel, vor Dieben in Acht nehmen sollte.
Zum Fahren in Neuseeland genügt eigentlich der normale europäische Führerschein mit Reisepass, aber der Führerschein sollte zumindest übersetzt sein oder das Beste ist sich gleich einen internationalen Führerschein beim ÖAMTC oder ADAC günstig zu besorgen. Es ist auch kein Problem mit dem Probeführerschein zu fahren. Dazu benötigt man zum Fahren noch die Strassensteuer (Rego) und die WOF (Warranty of Fitness), das Selbe wie der TÜV, nur dass dieser nicht auf Radio und Klimaanlage usw. schaut, sondern nur auf Teile die mit der Fahrsicherheit zu tun haben. Dabei soll geachtet werden, dass diese schon gemacht sind, wenn man das Auto kauft. Einen Typenschein oder Zulassungsschein gibt es in NZ nicht.
Nun noch zu den verschiedenen Fahrzeugtypen: Entscheidet man sich für einen kleinen PKW um sich nur fortzubewegen, einen Van als mobiles zu Hause oder einen Kombi als Mischung der Beiden. Vans haben meistens schon hinten ein Bett und Geschirr usw. drinnen und sind in NZ sehr beliebt, da auch fast überall am Land geparkt und gecampt werden kann, aber dass man verjagt wird kann trotzdem mal passieren.
Und zum Schluss noch was beim Kauf direkt beachtet werden soll, wie z.B. dass bei neuseeländischen Bankomaten nur 800$ (ca. 400€)/Woche abgehoben werden können außer bei der ASB-Bank sind es 2000$ und das Überweisen des Geldes könnte einige Tage dauern. Weiters sind noch Dinge die bei jedem Autokauf wichtig sind, wie, wo ist das Öl, das Kühlwasser, der Wagenheber oder ein eventueller Reservereifen und wie heißen diese Begriffe auf Englisch?? Der Benzinpreis liegt in Neuseeland aktuell (März 2010) ca. bei 0,90€ und Diesel bei 0,55€, aber bei Diesel kommt noch die RUC (Road User Charge) für jeden gefahrenen Kilometer dazu.
Ich persönlich habe die Internetseite einer Deutschen gefunden, die in Neuseeland verheiratet ist und mit ihrem Mann eine Autowerkstatt hat und so fertige (also mit Bett, Geschirr und WOF usw.) Campervans und auch andere Autos mit Rückkaufoption an Leute vor Allem aus dem deutschsprachigen Raum verkauft. Das war für mich optimal und es hat auch keine größeren Probleme gegeben.
Reinhard Mayr
nützliche Links hier:
http://www.jobs-in-neuseeland.com/neuseeland-links/

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