Campen Neuseeland
Tipps zum Campen in Neuseeland
Da Neuseeland ja das Land der Camper und Backpacker schlechthin ist und auch ich so einer bin, handelt dieser Text nun über praktische Tipps und die Möglichkeiten des Campens.
In Neuseeland ist zumindest auf der Südinsel fast jedes andere Auto ein mit Bett ausgebauter Van, Wohnmobil oder Ähnliches. Um für diese geeignete Schlafplätze zu finden hat man sich im Land einiges überlegt.
Die Standartmöglichkeit ist der Campingplatz. Hier kann man meistens alle Möglichkeiten des Campens, also von Wohnmobil, über Campervan und Zelt bis hin zum Mieten von Mini-Häusern nutzen.
Bei den Campingplätzen gibt es im Großen und Ganzen zwei verschiedene Typen: Zum Einen die Holidayparks, die alle Möglichkeiten von den vorher genannten bieten und meistens eine Küche, Bibliothek und Fernseher haben, und zum Anderen die DOC (Department of Conservation)-Campingplätze, die keine Mini-Häuser und oft nicht mal eine Rezeption oder Warmwasser haben, aber dafür mit ca. 6NZ$ (ca. 3€)/Nacht und Kopf ca. um die Hälfte günstiger sind als die Holidayparks, die aber dafür wiederum Ermäßigungen bieten, wenn man diese öfter besucht. Wäsche waschen und Internetzugang ist auch nur an den meisten Holidayparks möglich und ansonsten bleiben Waschsalons und Internetcafés.
Eine 2. Möglichkeit sind Ausweichstellen von Straßen die schon vorher angeschrieben und meistens recht gemütlich mit Tisch, Bank und Bäumen sind und das Campen ist eigentlich immer erlaubt und gratis und wenn es nicht erlaubt ist, ist ein Schild auf dem auch steht ob man Feuer machen darf, denn das ist öfters, zumindest wenn’s lange heiß war verboten dort. Nachteil an diesen Plätzen sind ziemlich nervende, beißende Mücken, die öfters da sind und oft ist die Straße genau daneben, aber es fahren nicht viele Autos.
Weiters kann man, meist in der Stadt, in Hostels übernachten, wenn man sich wieder mal nach einem richtigen Bett sehnt, aber da ist in der Stadt ein Problem wo man das Auto über Nacht abstellt. Eine Möglichkeit wäre sich auf einen Supermarktparkplatz zu stellen, die sich auch, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht, als Übernachtungsplätze eignen.
Wenn man sich irgendwo in der Wildnis hinstellt, könnte das Problem bestehen, dass du irgendwann in der Nacht verjagt wirst, oder noch schlimmer wäre Strafe zahlen, die bis zu 120$ (ca. 60€) hoch sein kann!! Trotzdem sind da oft die besten (Insider)-Plätze. Also ist es nie ein Fehler einen Bauern zu fragen ob man hier übernachten kann, den die meisten sind wirklich freundlich und es gefällt ihnen mal wieder ein fremdes Gesicht zu sehen. Es könnte nur sein, dass das Auto am nächsten morgen von Schafen umringt ist, aber dagegen habe ich persönlich nichts gehabt. Auch das Fragen an einer Info-Stelle im Ort kann nicht schaden, da dir dort immer gesagt wird ob und wo du campen darfst, wie viel es kostet, oder ob es besser Alternativen gibt, wie zum Beispiel in Taupo, eine wirklich coole Stadt, wo man erfährt dass man gratis campen darf, wobei die Toiletten an diesen Campingplätzen nicht zu empfehlen sind.
Um zu duschen und auf die Toilette zu gehen ist es oft besser irgendwo in einer Stadt zu gehen, dafür bezahlt man ungefähr 2$ aber das ist es sicher wert. Wenn man einen ausgebauten Van ohne eigene Toilette und ohne Mülltrennung ist das Übernachten öfter wo nicht erlaubt. Das kann vor Allem auf der Südinsel passieren, aber wenn sich irgendwer sich beschwert, reicht es meistens wenn man sagt, dass man das nicht gewusst hat und am nächsten Morgen wieder fährt.
Ich persönlich bin mit einem Freund in einem ausgebauten Van unterwegs. Wir sind meistens an den Ausweichstellen geschlafen und 1 bis 2-Mal pro Woche an einen Campingplatz und manchmal zu einer öffentlichen Dusche gefahren. Strafe zahlen haben wir noch nie müssen und die meisten Neuseeländer sind wirklich freundlich, nur manche haben sich beschwert, dass wir nur so selten an Campingplätze gefahren sind und so relativ billig ausgestiegen sind.
Reinhard Mayr

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